Marokko-Tour
1.Tag
2.Tag
3.Tag
4.Tag
5.Tag
6.Tag
7.Tag
8.Tag
2.Tag

(20.05.2001)

Das Frühstück war für 0800Uhr geplant. Es herrschte eine gute Stimmung! Immerhin der erste Tag so richtig auf Strecke. Mit dem Taxi zum Flugplatz, Vorflugkontrolle, Tanken, Flugplan und los geht es. Nach Valencia sind  es ca. 30Min Flugzeit. Der Flugplatz macht einen guten Eindruck. Nach dem üblichen Procedere (Tanken etc.) macht Uwe um 11Uhr11 wieder seine Livereportage mit Radio 96.(Baden-Baden) dauert nur zwei Minuten. Flug entlang der K�ste ... N�he ALMERIADer nächste Streckenabschnitt betrug 170NM nach Almeria und das fast immer der Küste entlang. Wieder hatten wir Rückenwind und es wurde kräftig gebretter! Auf ungefähr halber Strecke hatten wir eine Landzunge abgekürzt und mussten einen kleinen Bergrücken überfliegen. Den guten Wind im Rücken und starke Leewirbel vor uns. Dies merkten wir aber recht spät und so hat es uns durchgeschüttelt, daß selbst der Drehzahlregler die Lastwechsel nicht mehr ausregeln konnte. Selbst unser Captain Uwe wurde sehr aufmerksam und übernahm für kurze Zeit das Steuer.Gem�sefelder (Tomaten ...) n�he Pamplona In der Gegend um Pamplona war im Küstenbereich alles mit Plastikfolien zugedeckt, soweit das Auge reichte und das über eine Flugzeit von über 30Min.Wir einigten uns auf Gemüseanbau. Es muß hier auch die Stelle sein, wo einmal im Jahr tonnenweise Tomaten in Form einer Straßenschlacht verarbeitet werden ... nach guter Tradition. Wir wollten dies aber zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal etwas genauer recherchieren. In Almeria war der Flugplatz direkt am Meer, sehr schön! Neben dem üblichen Procedere, kauften wir uns noch eine Kleinigkeit zum Essen, kleine Zwischenmahlzeit �ber Pamplonawas wir später so nebenbei während des Fluges, aus der Hand verspeisten.Einfach um nicht so viel Zeit mit Nebensächlichkeiten zu verbrauchen. Thomas war auf dem Pilotensitz auf diesem Flug, der uns nach Malaga führte. Malaga war unser letzter Stop vor Afrika und wir mussten auch wieder unsere Formalitäten erledigen, diesmal über eine Groundhandlingfirma, was sehr viel Zeit kostete. Zur Zahlung der Landegebühr war eine dreiviertel Stunde notwendig. Vor dem Start wurden noch zusätzlich die Schwimmwesten angezogen, da ein Großteil der Flugstrecke über Wasser führte. Anlegen der Schwimmwesten vor Abflug in Malaga Richtung GibraltarNavigiert wurde mit GPS, da der zu benutzende Pflichtmeldepunkt "Victor" mitten über Wasser, in der Straße von Gibraltar lag. Bei einer Flughöhe von 500ft und genauerer Beobachtung, meinten wir, die starke Strömung des Wassers zu erkennen oder auch nicht!? Kurz vor erreichen des Pflichtmeldepunktes "Victor" hatten wir noch einmal Funkkontakt mit Gibraltar, der uns dann direkt an Tanger Tower weiterreichte. Entlang der marokkanischen Küste Richtung Westen ging unser Flug bis wir Tanger Stadt erreichten. Der Flugplatz von Tanger liegt im Südwesten der Stadt, etwas außerhalb. Mit der Anweisung von Tanger Tower, "proceed direct to Field" wollten wir uns den Flug direkt über die Stadt nicht entgehen lassen.Nach der Landung bekamen wir eine Parkposition in der hintersten Ecke des Flugplatzes. Es kam auch gleich ein Tanklaster, aber nur mit Jet Fuel. Nach einem kurzen klärenden Gespräch, wurde eine kleine fahrbare Avgas Tankstelle mit Muskelkraft beitransportiert. Das Benzin wurde überprüft und anschließend getankt. Schon vor der Reise wurden wir vor der schlechten Spritqualität in Afrika gewarnt. Auf unserer Reise in Marokko konnten wir dies eigentlich nicht bestätigen. Auch der Preis liegt um ca. 1DM niedriger als bei uns. Zwischenzeitlich kamen auch zwei Polizisten, einer mit Uniforn und der zweite in Zivil, wobei generell die Polizisten ohne Uniform immer viel wichtiger waren, wie wir auf unserer weiteren Reise festgestellt hatten. Die Einreiseformalitäten wurden erledigt, der sehr mißtrauische zivile Polizist schickte uns noch einmal in das Restaurant vermutlich um zu sehen ob wir mit Landeswährung bezahlen, da die Einfuhr ja streng verboten ist und es ja logischerweise nicht sein konnte Dirham zu besitzen. Thomas hatte noch jede Menge US$ dabei mit denen wir dann auch bezahlt haben. Selbst der Gang zur Toilette wurde mißtrauisch verfolgt.
Wir waren nun also in Afrika und das mit dem Hubschrauber! Zeit um diesen Zustand so richtig zu verarbeiten hatten wir eigentlich nicht, da wir als Tagesziel Casablanca in der Planung hatten.
Abflug nach CasablancaFlug entlang einer VFR-Strecke in Marokko. Es ist auch hier üblich besondere VFR-Strecken zu fliegen, die mit diversen Meldepunkten versehen sind. Verschiedendlich wurden uns beim Ausfüllen des Flugplans Meldepunkte genannt, die in keiner Karte eingezeichnet waren. Auch der Flugdatenbearbeiter der zwar die Bezeichnung dieser Punkte nannte, konnte aber auch erst nach telefonischer Nachfrage genauere Auskunft über die Position dieser Meldepunkte machen. Während des Fluges sind dann auch "Estimates" jeweils für den nächsten Punkt gefordert. Verschiedendlich wurden wir auch von freundlichen AirLinern(z.B. HapagLoyd, LTU,...) mit einem "relay" unterstützt. Da, bedingt durch eine schlechte Funkabdeckung am Boden, eine direkte Kommunikation nicht immer möglich war. Der Flug zwischen Tanger und Casablanca war recht abwechlungsreich. Landschaft zwischen Tanger und CasablancaDie Landschaft unterscheidet sich schon von der Besiedelung. Es gibt fast keine größeren Ortschaften. Vereinzelte weitauseinanderliegende kleine Hütten mit unterschiedlich großen Viehgattern, bestimmen das Bild. Etwas südlich von Tanger überfliegen wir auch noch eine nagelneue Autobahn, auf der gerade mal zwei Autos zu sehen waren. Wir überfliegen Wälder, Wiesen und Weiden, grüne Täler und sanfte Hügel. Weiter südlich ändert sich dann aber auch schnell die Landschaft. Die Vegetation wird weniger und es sieht ein wenig aus wie auf dem Mond. Navigiert wird terrestrisch, da wir fast immer in der Nähe der Küste fliegen können. Das GPS ist zusätzlich, wie fast immer eingeschaltet, einfach zur Sicherheit. Westk�ste Marokko zwischen Tanger und RabatEin kurzes Stück fliegen wir auch direkt an der Küste entlang, für ein paar schöne Bilder. Der Strand von der im Westen untergehenden Abendsonne beleuchtet, ein faszinierender Anblick! Wie bereits erwähnt, für das VFR-fliegen in Marokko ist grundsätzlich ein Flugplan erforderlich. Auch gibt es spezielle VFR-Routen, die mit entsprechenden Meldepunkten versehen sind. Bedingt duch die großen Entfernungen und die schlechte Funküberdeckung, ist es üblich und auch gefordert, "Estimates" bei jeder Positionsmeldung anzugeben. Man gewöhnt sich daran. Es wurde auch jedesmal die Flughöhe übermittelt und auch zugewiesen. Zu was dies Notwendig war und wie das überprüft wurde, kann man sich Gedanken machen, oder es auch sein lassen. Niemand auf der gesamten Tour hat sich darüber beschwert, daß wir vielleicht zu tief geflogen sein könnten!
Flüge über 1000ft Ground, mit einem Hubschrauber verlangen einfach mehr Aufmerksamkeit zur Kontrolle der Fluglage und sind bedingt dadurch, auch etwas unangenehmer für den Piloten.
Kartenausschnitt CASABLANCADer Anflug auf Casablanca war problemlos, auch wieder direkt über die Stadt. Kurzer Kontrollbesuch durch die örtlichen Polizei. Der Polizist in Zivil machte einen korrekten, höflichen Eindruck. Nachdem die Formalitäten erledigt waren fragen wir ihn nach einem Hotel. "Am Strand, oder in der Stadt?" war die Gegenfrage. Wir entschieden uns für den Strand. Uwe besorgte uns ein Taxi. Auf der Hauptstraße vor dem Flugplatz hob er leicht eine seiner Taschen (in jeder Hand hatte er eine) etwas hoch, um uns zu zeigen, daß gerade ein Taxi vorbeifährt. Das fast vollbesetzte Taxi hielt spontan an, der Fahrer sprang heraus machte den Kofferraum aufund schmiss unser Gepäck hinein. Die Frage, wohin wir denn überhaupt wollten, war fast nebensächlich! Der eine Fahrgast auf dem Rücksitz mußte sich kurzerhand noch zu einem Weiteren auf dem Vordersitz zwängen. Es dauerte nicht lange, bis er beide irgendwo in der Stadt, unterwegs zu unserem Hotel abgesetzt hatte. Der letzte seiner einheimischen Fahrgäste bekam sogar noch Geld zugesteckt, damit er ausstieg. Wir erschienen Ihm wohl als die lukratieveren Kunden. Am Hotel "RIAD SALAM" angekommen wurde auch noch kurz über den Fahrpreis verhandelt. Wir einigten uns auf 50Dirham. Das Hotel war Klasse, direkt am Meer gelegen. Mit Pool und Restaurant, europäischer Standart allerdings mit orientalischem Flair. Eine Steigerung, was das Hotel betraf, sollte noch kommen, wie wir später noch feststellen konnten. Das Essen im hoteleigenen Restaurant war ganz o.k.. Das "well done" bestellte Steak.war aber nicht ganz durch, was zu Bedenken führte. Unbegründet wie sich im Nachhinein herausstellte. Vieleicht auch wegen der gezielten Gegenmaßnahme in Form eines Wiskeys "gerührt und nicht geschüttelt".