(21.05.2001) Der Morgen in Casablanca! Das
Frühstück um 8.00Uhr klappte gut. Uwe hatte seinen Live-Termin mit
Radio 96, war aber auf Grund der Zeitverschiebung(in Casablanca 2 Std.
später) um 2 Std. zu früh aufgestanden. Ich war kurz vor dem Frühstück,
was wir im Freien einnahmen noch im Pool. Es wurde nur Kaffe "noir"
(schwarz) und Tee getrunken. Danach
Hotel-Check-Out und Fahrt zum Flugplatz, mit einem Taxi, natürlich. Wir
fanden ein Taxi für 100 Dirham. Um diese Uhrzeit war wohl kein
billigeres zu bekommen. Am Abend zuvor hatten wir ja nur 50 Dirham
bezahlt und ich wollte diesen Preis noch herunter handeln. Am Flughafen
das übliche: Flugplan, Hubi checken und packen. Diesmal füllten wir 2
Liter Öl nach, wegen der etwas besseren Kühlung und wegen unseres
subjektiven besseren persönlichen Wohlbefindens.(Wüste) In
Marrakech wurde der König erwartet.Er war wohl gerade in Agadir mit
seinem Flugzeug gestartet. Aus diesem Grunde bekamen wir auch keine
Startfreigabe und mußten warten. Den Besatzungen von ein paar
französischen Einmots denen es genau so erging saßen ebenfalls
gelangweilt in ihren Maschinen und hörten den Funk ab um den Start Up
nicht zu verpassen. Gegen
10.00Uhr ging es dann endlich los, in Richtung Südost, auch wieder über
eine festgelege VFR-Strecke mit 2 Meldepunkten. Navigiert wurde
überwiegend terrestrisch. Wir orientierten uns an einer
Hochspannungsleitung, und später war eine Eisenbahnlinie, die mehr oder
weniger parallel zu einer Straße verlief. Auch
hier hatten wir zum Teil bis zu 20 Kt. Rückenwind. prinzipiell gut,
aber bedingt durch die karge und teilweise sehr unebene Landschaft,
hatte es gut geschüttelt. Dies zwang uns mit etwas geringerer Leistung
zu fliegen.
Die funkmäßige Abdeckung der marokkanische Flugsicherung ist über weite
Strecken nicht vorhanden. Die Positionsmeldung wurde auch hier, diesmal von einem netten LTU-Airliner "relayed". Für den Anflug auf Marrakesch
mußten wir eine aktive "Danger Area" umfliegen, und der Flug über die
Stadt wurde uns auch nicht gestattet. Nach der Landung und dem Tanken
machten wir ein paar heimliche Fotos. Der Polizist, der die übliche
Passkontrolle durchführte, empfahl uns das "Sheraton" für die
Übernachtung. Dort mit dem Taxi angekommen waren wir angenehm
überrascht. Die netten Marokkanerinnen an der Rezeption sprachen
relativ gut Deutsch. Dies war bedingt durch ein 3-monatiges Praktikum
auf einer Hotelfachschule in Norderney, wie sie uns berichteten.
Im Innenbereich war ein sehr schöne Poollabdschaft vorhanden,
durchzogen von viel Grün (Palmen unterschiedlichster Art, Blumen mit
wunderbaren Blüten, usw.). Wir fühlten uns sofort wohl. Beim Einchecken
zögerten wir, ob wir nicht eine zweite Übernachtung noch gleich
mitbuchen sollten. Jetzt waren wir uns einig, wir blieben. Bei einem
Snack und einem Schnack am Pool-Imbiss berieten und beschlossen wir das
weitere Programm. Abends (20.00Uhr) hatten wir einen "traditional
Evening" vorgesehen den uns die sehr nette marokkanische Receptionistin
empfohlen hatte. Ein besonderes Erlebnis! Wir wurden mit einem
Kleinbus abgeholt. Es wirkte wieder etwas chaotisch, da mehrere
Hotels angefahren und weitere Gäste eingeladen wurden. Mit
wilder Fahrweise und quer durch die Stadt kamen wir schließlich etwas
außerhalb beim______________________ an.auch hier waren wir wieder
positiv überrascht. Es sah ein wenig wie eine Burg aus.Durch mehrere
Torbögen ging es dann in den großen Innenbereich, vorbei an
traditionell, bunt begleideten einheimischen.Tanz- und Musikgruppen
Tanzend und singend (heulen, schnalzend) die Mädchen und Frauen,die
Männer verschiedene Trommeln bearbeitend, standen sie auf beiden Seiten
der der Straße. Wir wurden in ein großes Zelt geführt, welches dem Stil
eines Berberzeltes nachempfunden war, allerdings etwas größer um die
vielen Touristen besser aufnehmen zu können. Es war komplett mit
Teppichen ausgelegt. wir saßen nur zu dritt an einem Tisch, an dem
sicher doppelt so viel Personen Platz gehabt hätten. Obwohl alles für
Turisten veranstaltet wurde, kam jedoch unbewußt orientalische Stimmung
auf.. Das Essen war üppig! Zuerst wurde Lammfleisch serviert, danach
gab es "Kouskous" , eine landestypische Speise (auch sehr gut). Als
Abschluß unseres Males wurde noch Obst serviert. Während die Speisen
serviert wurden, zogen mehrere einheimische Gruppen tanzend und
musizierend durch das Zelt. Auch wir waren gefordert. Thomas und Uwe
wurden von mit den Hüften wippenden jungen Frauen zum Tanzen animiert .
Ich filmt gerade wo anders, schade! Nach dem Essen wurde noch ein
Spektakel in der Arena veranstaltet. Eine besondere Attraktion
waren die Reitvorführungen mit atemberaubenden Kunststücken auf dem
Rücken der kleinen aber kraftvoll und wendigen Pferde. Ein fliegender
Teppich, der über die Arena schwebte und ein riesiges
Feuerwerkspektakel beendete das Program. Zurück
im Hotel lud uns Uwe noch zu einem kurzen Drink in die Bar ein. Die Bar
war gut besucht und Jenifer Jones, eine dunkelhäutige Sängerin mit
einer tollen Stimme unterhielt in angenehmer Weise das Publikum.
Einziger Nachteil, die Verstärker waren etwas zu laut eingestellt und
wir konnten uns nicht mehr richtig unterhaltent. Und "laut" hatten wir
schon genug, im Hubschrauber. |